
Titian · PD
Mädchen im Pelz
Details
Die Geschichte
Dieselbe junge Frau taucht in mehreren Bildern Tizians aus den 1530er Jahren auf: prächtig gekleidet als La Bella und nackt, hingelagert, als Venus von Urbino. Wer sie war, weiß niemand. Weniger ein wirkliches Modell als eine Vorstellung idealer Schönheit, wie sie die petrarkistische Liebesdichtung jener Jahre besang. Hier hält sie einen dunklen Pelz an den halb entblößten Körper, mit Perlen, Tropfenohrringen und goldenen Ringen. Die Geste, mit der sie den Pelz über sich zieht, wiederholt die einer antiken Venus, die sich bedeckt, ein Bildwerktypus, den Tizian aus römischem Marmor kannte. Um 1630, als das Bild schon in England war, kopierte Rubens es und entwickelte daraus sein Bildnis der Helena Fourment im Pelz.




