Gladiatorenmosaik

Gladiatorenmosaik


Details

Künstler
Unbekannter römischer Mosaizist (Kaiserzeit)
Jahr
300
Technik
Bodenmosaik aus polychromen Marmortesseren auf weißem Grund
Gattung
Mosaik

Die Geschichte

Ein Datum steht nirgends auf diesem Boden. Die Forschung setzt ihn ins späte 3. oder frühe 4. Jahrhundert und stützt sich dabei auf Details: auf die runden Zierbesätze der Tuniken, wie sie gegen Ende des 3. Jahrhunderts üblich waren, auf Frisuren und Bärte aus der Zeit Kaiser Diokletians und auf die Form der Buchstaben. Buchstaben gibt es hier reichlich. Neben jedem Kämpfer steht sein Name, und neben den Gefallenen ein griechisches Theta, das Zeichen für den Tod. Die Bilder zeigen Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen, wie sie ein wohlhabender Römer für das Publikum ausrichten ließ und dann gern im eigenen Haus vor Augen hatte. Das Mosaik lag ursprünglich in einem langen, überwölbten Gang einer Villa an der Via Casilina vor Rom. Grabungen auf dem Borghese-Gut Torrenova brachten es 1834 ans Licht, und seit 1839 bildet es den Boden der Eingangshalle der Galleria Borghese.

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