
Hafen von Gloucester
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1877, zwei Sommer vor seinem Tod, wohnte William Morris Hunt in Kettle Cove, einem Fischerdorf in Gloucester an der Küste nördlich von Boston, und dort begann er Landschaften zu malen. Er arbeitete im Freien, mit den späten Landschaften von Corot und Daubigny vor Augen, französischen Malern, deren Werke er in Europa und in Bostoner Sammlungen gesehen hatte. Diesen Blick auf den Hafen malte er an einem einzigen Nachmittag, und er schrieb, wie sehr es ihn freute, das besondere, opalisierende Licht der Küste einzufangen. Links steht ein hölzerner Steg, rechts ein dunkler Lastkahn, alles Übrige ist mit raschen Strichen in hellen Farben hingesetzt. Das Museum zählt das Bild zu seinen modernsten Werken.
Nach seinem Tod kaufte Isabella Stewart Gardner, die Bostoner Sammlerin, die später ihr eigenes Museum gründete, das Bild im Februar 1880 auf der Nachlassauktion für 3.000 Dollar. Sie behielt es 34 Jahre und schenkte es dann Hunts Tochter, damit es in der eben eröffneten Hunt-Gedächtnisgalerie im Museum of Fine Arts hängen konnte.