Gotische Kirche auf einem Felsen am Meer

Karl Friedrich Schinkel · PD

Gotische Kirche auf einem Felsen am Meer


Details

Jahr
1815
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
72 × 98 cm

Die Geschichte

Als der Berliner Bankier Joachim Heinrich Wilhelm Wagener dieses Bild 1815 erwarb, war es gerade erst fertig, und es war sein allererster Kauf. Aus dieser Sammlung wurde später die Nationalgalerie, denn Wagener vermachte seine Gemälde dem preußischen König. Das Jahr erklärt viel. Die Befreiungskriege gegen Napoleon gingen zu Ende, und die Gotik galt damals als urdeutscher Stil, als steinerne Erinnerung an eine eigene Vergangenheit. Schinkel, von Beruf Architekt, malte in diesen Jahren Kathedralen, die nie gebaut wurden. Diese wächst unmittelbar aus einem Felsen über dem Meer. Die Anregung lag 12 Jahre zurück. Auf seiner Reise 1803 hatte er in Piran an der istrischen Küste die Kirche auf dem Felsvorsprung über dem Wasser gesehen. Die tief stehende Sonne verbirgt sich hinter dem Bau, der dunkel vor dem glühenden Himmel steht. Unten reitet eine Gruppe in mittelalterlicher Tracht zum Hafen hinab, vorbei an einer gotischen Betsäule, deren Vorbild aus dem Jahr 1455 stammt.

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