
Gruppe von Soldaten und Männern in orientalischer Tracht
Details
Die Geschichte
Diese kleine Szene ist eine Ueberlebende. Sie ist ein Fragment, irgendwann aus einer viel groesseren Tafel herausgeschnitten, deren Gegenstand niemand hat bestimmen koennen. Geblieben ist ein Knaeuel dicht gedraengter Gestalten: Soldaten, die man als Roemer lesen kann, weil ein Feldzeichen unter ihnen die Buchstaben S P Q R traegt, das alte Kuerzel fuer Senat und Volk von Rom, daneben Maenner in reicher orientalischer Tracht, mit Turbanen und gemusterten Gewaendern. Carpaccio arbeitete in einem Venedig, das unablaessig mit dem osmanischen und mamlukischen Osten handelte, und er sammelte solche Kostueme, wie andere Maler Zeichnungen sammelten, damit sich eine Menschenmenge aus der antiken oder biblischen Welt mit Kleidern und Gesichtern ausstatten liess, die er wirklich an den Kais gesehen hatte. Wohin der Rest des Bildes geriet und wozu diese Maenner sich versammelt hatten, ist verloren.




