
Rast an der Quelle
Details
Die Geschichte
Signiert und datiert ist das Bild 1765, auf dem Sockel der steinernen Vase rechts, im selben Jahr, in dem Ludwig XV. Boucher zu seinem Ersten Maler ernannte. Begonnen hat es aber früher und ganz anders. Ursprünglich war es ein kleineres Andachtsbild, eine Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, mit Maria, Josef und dem Kind links, und so hing es 1761 im Pariser Salon. Danach ließ Boucher oben und an den Seiten Leinwandstreifen ansetzen, deren Nähte man noch erkennt, übermalte die Heilige Familie und machte aus der Szene Landleute, die mit Tieren und Körben an einer Quelle rasten. 1769 gehörte das Bild Bergeret de Grancourt, einem reichen Steuerbeamten und Sammler, der es zusammen mit seinem Gegenstück, das ebenfalls in Boston hängt, wieder im Salon zeigte. In den 1840er Jahren kamen beide Bilder über den Atlantik in ein Bostoner Stadtpalais, das Deacon House. Im März 1871 schenkten die Erben von Peter Parker dieses dem Museum of Fine Arts, das erst ein Jahr zuvor gegründet worden war.




