Ham verspottet Noah

Ham verspottet Noah


Details

Jahr
1513
Technik
Öl
Maße
116 × 140 cm

Die Geschichte

Nach der Sintflut, erzählt das erste Buch Mose, pflanzt Noah einen Weinberg, trinkt von dem Wein und schläft nackt in seinem Zelt ein. Zwei seiner Söhne, Sem und Japhet, gehen rückwärts hinein und halten ein Tuch hinter sich, um ihn zuzudecken, ohne ihn anzusehen. Der dritte, Ham, lacht über ihn, und der Fluch, den Noah beim Erwachen ausspricht, trifft dessen Nachkommen. Hinter den Figuren liegt die Arche auf dem Berg.

Die hingestreckte Gestalt Noahs hat Luini nicht erfunden. Sie kommt aus Raffaels Grablegung Christi von 1507, die heute in der Galleria Borghese in Rom hängt. Weil dieses Vorbild datiert ist, setzt die Forschung die Tafel zwischen 1510 und 1515 an.

Gemalt ist sie in Öl auf Holz, 116 auf 140 Zentimeter, vermutlich eine Szene aus einem längeren Zyklus zur Genesis. Sie lag lange im Depot der Brera, kaum noch lesbar, und wurde erst 2005 restauriert, bezahlt von einem Palladio-Forschungszentrum in Vicenza, das sie für eine Ausstellung über die venezianische Villa brauchte. Im Depot liegt sie bis heute.

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