
Hafen im Mondschein
Details
Die Geschichte
Mondlicht auf dem Wasser war seit dem 17. Jahrhundert ein holländisches Fach, seit Aert van der Neer seine nächtlichen Flusslandschaften malte. Jongkind, gebürtiger Holländer, der in Frankreich lebte, kehrte immer wieder zu diesem Motiv zurück. Die kleine Hafenansicht trägt unten rechts Signatur und Jahr, Jongkind 1871. Welcher Hafen gemeint ist, sagt das Museum of Fine Arts nicht. Nach Boston kam das Bild noch zu Lebzeiten des Malers. 1888 verkaufte es der Pariser Händler Aimé Diot an Henry Clay Angell, einen Bostoner Augenarzt, der französische Landschaftsmalerei der Barbizon-Generation sammelte. Angell starb 1911. Seine Witwe Martha schenkte seine Bilder 1916 dem Museum, und mit ihrem Tod 1919 ging auch dieses endgültig in die Sammlung über.

