
Gustave Courbet · PD
Hector Berlioz
Details
Die Geschichte
Die Sitzungen im Atelier verliefen für beide unglücklich. Courbet, der sich viel auf seine Stimme einbildete, sang Hector Berlioz 1850 seine eigenen ländlichen Weisen vor und empfahl sie ihm als Vorbild für volkstümliche Musik. Einem frühen Bericht zufolge glaubte der Komponist zuerst, man wolle ihn zum Narren halten, und hielt den Maler dann schlicht für einen Dummkopf. Vermittelt hatte das Treffen der Schriftsteller Francis Wey, ein enger Freund des Musikers. Berlioz war verschlossen und leicht gekränkt, und als das Bildnis fertig war, lehnte er es ab. Ob wegen des Gesangs, weiß niemand. Schmeichelhaft ist es jedenfalls nicht: ein hageres Gesicht vor fast schwarzem Grund, das weit älter wirkt als seine 46 Jahre. Courbet zeigte das Bild trotzdem im Pariser Salon des Winters 1850/51 und schenkte es danach seinem Freund, dem Maler Paul Chenavard.




