
Jusepe de Ribera · PD
Isaak und Jakob
Details
Die Geschichte
Um 1637, im spanisch regierten Neapel, malt der Valencianer Jusepe de Ribera, den man dort «lo Spagnoletto» nennt, für den Herzog von Medina de las Torres diese Szene aus dem Buch Genesis. Der alte, erblindete Isaak will seinen Erstgeborenen Esau segnen; doch Rebekka hat den jüngeren Sohn Jakob in die Kleider des Bruders gehüllt und ihm die Arme mit Ziegenfell bedeckt. Der Greis, der nichts sieht, betastet diese behaarten Arme und riecht an den Gewändern und ist überzeugt, den richtigen Sohn zu segnen. Ribera macht daraus ein Drama der Sinne: das fehlende Sehen und der Tastsinn, der entscheidet. Das Licht fällt auf die groben Laken und auf die Hände und lässt den Hintergrund fast schwarz. Die Leinwand hängt seit 1918 im Prado.




