
Jusepe de Ribera · PD
Ixion
Details
Die Geschichte
1632 gehörte Neapel zur spanischen Krone, und dort war Jusepe de Ribera, der Valencianer mit dem Beinamen Spagnoletto, zum gefragtesten Maler am Hof der Vizekönige geworden. In diesem Jahr signierte und datierte er diese Leinwand, Teil einer Reihe von vier großen Verdammten der Mythologie, Männern, die zu ewiger Qual verurteilt waren. Zu sehen ist Ixion, an ein Rad gebunden, das sich für immer dreht, weil er versucht hatte, Juno zu verführen, die Gemahlin Jupiters. Von den vier Bildern sind nur zwei erhalten, dieses und sein Tityos, beide im Prado. Ribera rückt die Strafe ganz nah und macht sie körperlich, der alternde Leib gegen die Stricke verspannt, Haut und Muskeln ohne Erbarmen gemalt. Das gehörnte Wesen mit den spitzen Ohren, das ihn aufs Rad zerrt, ist eine Zutat des Malers, denn im Mythos vollstreckten Göttinnen die Strafen der Unterwelt, und dieser höhnische Dämon entstammt somit ganz seiner Erfindung.




