Jean-Antoine de Mesmes (1598–1673), Präsident am Parlement von Paris

Jean-Antoine de Mesmes (1598–1673), Präsident am Parlement von Paris


Details

Museum
Louvre
Jahr
1653
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
223 × 162 cm

Die Geschichte

1860 hing dieses Bildnis in Paris in einer Ausstellung alter Gemälde am Boulevard des Italiens, und der Kritiker Théophile Thoré blieb an dem Gesicht hängen. Er sprach von der Physiognomie eines Dachses und spottete, Tallemant des Réaux, der Verfasser boshafter Charakterskizzen aus dem 17. Jahrhundert, hätte von diesem Präsidenten der Wiesel ein schönes Porträt geschrieben. Der Dargestellte stammte aus einer der großen französischen Richterfamilien. Jean-Antoine de Mesmes war einer der Präsidenten des Pariser Parlement, des obersten Gerichtshofs des Königreichs, und Champaigne malte ihn 1653 mit allen Zeichen dieses Amtes. Er sitzt würdevoll in einem Lehnstuhl, in roter Robe mit gestreiftem Hermelinbesatz an der Schulter, ein Billett in der Rechten, die Linke auf der Präsidentenkappe. Hinter ihm erhebt sich eine Säule, ein geläufiges Sinnbild der Stärke. Der Name sorgt für Verwechslungen. Sein Enkel hieß ebenfalls Jean-Antoine de Mesmes, war ebenfalls Präsident am Parlement und wurde 1710 in die Académie française gewählt. In den Louvre kam das Bild mit dem Vermächtnis des Arztes und Sammlers Louis La Caze, der es 1834 für 151 Francs gekauft hatte.

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