
Wassily Kandinsky · PD
Scherzhafte Klänge
Details
Die Geschichte
Im Dezember 1933 gehörte diese kleine Tafel Ida Bienert und ihrem Sohn in Dresden. Die Sammlerin zählte zu den frühesten Förderinnen der abstrakten Kunst in Deutschland, und in ihrer Villa verkehrten Kandinsky, Klee, Moholy-Nagy und Gropius. Im selben Monat verließ Kandinsky Deutschland und zog nach Paris. Gemalt hatte er das Bild 1929 in Dessau, wo er am Bauhaus unterrichtete, in Öl auf einer Faserplatte von knapp 35 mal 49 Zentimetern. Er nannte es „Scherzklänge“. Auf dem gebrochenen Weiß schweben eine graue Scheibe, zwei spitze Winkel, kleine rote und blaue Rechtecke und ein dünnes Gerüst aus Linien. Über die Berliner Galerie Ferdinand Möller, den Pariser Kunsthändler Heinz Berggruen und eine New Yorker Galerie kam es 1956 an das Busch-Reisinger Museum der Harvard-Universität. Links unten stehen noch in roter Tinte sein Kürzel und die Jahreszahl, K 29.




