Josef und die Frau des Potiphar

Josef und die Frau des Potiphar


Details

Künstler
Cigoli
Jahr
1610
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
220 × 150 cm

Die Geschichte

Kardinal Scipione Borghese, der Neffe von Papst Paul V., besaß bereits eine „Judith“ des römischen Malers Giovanni Baglione, als dieses Bild in seine Sammlung kam. Die Kunsthistorikerin Anna Matteoli vermutet, dass es von Anfang an als Gegenstück dazu geplant war. Beide Leinwände haben dasselbe Format, und eine Beschreibung der Villa aus dem Jahr 1650 nennt sie im selben Saal. Cigoli signierte und datierte das Gemälde 1610 für Antonio Ricci, einen Geistlichen, der im Jahr darauf Bischof von Arezzo wurde. Spätestens 1613 gehörte es Scipione, wohl als Geschenk Riccis. Die biblische Geschichte spielt hier wie eine Szene im Schlafgemach. Josef reißt sich unter einem Baldachin aus schwerem Damast los, während die Frau Potiphars, des ägyptischen Beamten, dem er diente, seinen Mantel festhält. Einer ihrer Pantoffeln liegt umgekippt im Vordergrund, und unten links fletscht ein kleiner Hund, sonst ein Sinnbild der Treue, die Zähne.

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