
Suzanne Valadon · CC0
Die Lebensfreude
Details
Die Geschichte
Bevor sie malte, war Suzanne Valadon jahrelang das Modell: Sie saß nackt für Renoir, für Puvis de Chavannes, für Toulouse-Lautrec und sah die Staffelei von der anderen Seite. Um 1911, inzwischen selbst Malerin, kehrt sie die Rollen um. Auf dieser großen Leinwand ruhen vier nackte oder halb bekleidete Frauen in einer Landschaft, und wer sie betrachtet, ist ein nackter Mann. Dieses Modell war André Utter, ihr Gefährte, viel jünger als sie, den sie über ihren Sohn, den Maler Maurice Utrillo, kennengelernt hatte. Das Thema der Frau als Teil der Natur war damals verbreitet. Weniger verbreitet ist die Hand, die es signiert und den Körper des Mannes an den Platz setzt, der sonst ihr vorbehalten war.




