
Suzanne Valadon · PD
Die verlassene Puppe
Details
Die Geschichte
Suzanne Valadon hatte als junges Mädchen für Renoir und Toulouse-Lautrec Modell gestanden, ehe sie selbst zu malen begann, weitgehend als Autodidaktin. 1921, ein paar Jahre nach dem Krieg, malte sie diese stille Szene. Ein Mädchen wird nach dem Bad abgetrocknet, wendet sich aber ab und betrachtet sich in einem Handspiegel. Auf dem Boden liegt eine Puppe, und die kleine rosa Schleife in ihrem Haar kehrt im Haar des Mädchens wieder. Dieser Reim aus zwei Schleifen trägt den ganzen Übergang, den das Bild meint, die Kindheit, die an diesem Morgen langsam hinter dem Mädchen zurückbleibt. Valadon malt den Körper ohne Beschönigung, mit kräftigen dunklen Konturen und gemusterten Stoffen. Wer die ältere Frau ist, die sie abtrocknet, lässt das Bild offen.




