
Michelangelo · PD
Judith und Holofernes
Details
Die Geschichte
1508 zwang Papst Julius II. den Michelangelo, der sich für einen Bildhauer und nicht für einen Maler hielt, das Gewölbe der Sixtinischen Kapelle auszumalen. Diese Szene sitzt in einem der vier Eckzwickel, die den Episoden gewidmet sind, in denen Israel vor seinen Feinden gerettet wird, und sie gehört zu den ersten, die er malte, als er die Freskotechnik noch erprobte. Erzählt wird das Ende der Judit-Geschichte: Die Heldin und ihre Magd tragen das abgeschlagene Haupt des feindlichen Feldherrn Holofernes auf einem mit einem Tuch bedeckten Tablett fort. Die beiden Frauen neigen sich einander im engen Dreieck der Wand zu. Dahinter, links, windet sich der enthauptete Körper noch auf dem Lager. Diese Ecke liegt genau über der Tür, durch die man die Kapelle betritt.




