
Gustav Klimt, Judith I, 1901. Wikimedia Commons. · PD
Judith mit dem Haupt des Holofernes
Details
Die Geschichte
Um 1901 begann für Klimt in Wien die Zeit, in der er echtes Blattgold in seine Bilder legte, angeregt von den goldenen Mosaiken, die er in Ravenna gesehen hatte. Vor solch einem goldenen Grund steht hier Judith, die Heldin aus dem Alten Testament. Sie hatte den feindlichen Feldherrn Holofernes verführt und ihm im Schlaf den Kopf abgeschlagen, um ihre belagerte Stadt zu retten. In der unteren Ecke hält sie den Kopf des Getöteten. Doch Klimt malt keine strenge biblische Rächerin, sondern eine Wienerin seiner Zeit, mit halb geschlossenen Augen, geöffneten Lippen und einem goldenen Band um den Hals. So oft wird die Figur für Salome gehalten, dass man das Bild lange unter falschem Namen kannte.




