
Artemisia Gentileschi · PD
Judith mit dem Haupt des Holofernes
Details
Die Geschichte
Jean-Marie de Silguy starb am 10. November 1864 in Quimper, ohne direkte Erben. Er vermachte der Stadt 1.200 Gemälde, 2.000 Zeichnungen und 12.000 Blatt Druckgraphik, an eine einzige Bedingung geknüpft: Quimper müsse ein Museum dafür bauen. Es öffnete 1872 an dem Platz gegenüber der Kathedrale, und im Inventar des folgenden Jahres trug diese Leinwand die Nummer 409.
Das Museum schreibt das Bild Artemisia Gentileschi zu und datiert es nicht genauer als ins 17. Jahrhundert. Mit ihrem Namen verbinden sich vor allem zwei Momente aus dem Buch Judit, die Tötung selbst und die Pause danach, in der der Kopf in den Korb wandert. Der Titel der Quimperer Fassung nennt einen dritten, das Forttragen.
Judith war ein Stoff, zu dem sie ihr Leben lang zurückkehrte, und neben ihren eigenen Fassungen zirkulierten Arbeiten aus ihrem Umkreis und von Kopisten. Andere Verzeichnisse sind vorsichtiger als das Museum. Sie führen das Bild nur als Zuschreibung und datieren es um 1635, als sie in Neapel lebte und arbeitete.




