Judith

Judith


Details

Museum
Uffizien
Jahr
1526
Technik
Öl

Die Geschichte

Lange war unklar, von wem diese Judith stammt. In der Sammlung der Herzöge von Urbino aus dem Haus della Rovere lief sie unter den Namen Tizian und Palma Vecchio, und als sie 1798 in die Uffizien kam, galt sie als Werk eines dritten Malers, des Pordenone. Erst später einigte sich die Forschung auf Palma und deutete das Bild als reifes Spätwerk um 1525 bis 1528. Erzählt wird die Witwe Judith, die ihre belagerte Stadt rettete, indem sie das Vertrauen des feindlichen Feldherrn Holofernes gewann und ihn dann in seinem Zelt enthauptete. Palma gibt ihr eine ruhige, gelassene Schönheit, das Schwert locker in der einen Hand, den abgeschlagenen Kopf an ihrer Seite, fast ohne das Grauen, das der Stoff nahelegt. Dieser Kopf hat über die Jahrhunderte durch grobe Reinigung gelitten. Im Zweiten Weltkrieg brachte man die Tafel aus Florenz in Sicherheit, deutsche Truppen beschlagnahmten sie und schafften sie nach Norden auf ein Schloss bei Bozen, ehe sie 1945 zurückkehrte.

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