
Judith mit dem Haupt des Holofernes
Details
Die Geschichte
Im Inventar der Borghese von 1833 steht diese Judith unter dem Namen Lavinia Fontana, einer Malerin aus Bologna, und die Kataloge übernahmen das bis ins späte 19. Jahrhundert. Im Jahr 1893, nach einer nicht dokumentierten Restaurierung, entdeckte der Kunsthistoriker Adolfo Venturi am Rand der goldenen Schale Signatur und Datum, Fede Galizia, 1601. Gemalt hatte das Bild also eine junge Mailänderin, ausgebildet in der Werkstatt ihres Vaters. Das Museum hebt hervor, wie meisterhaft sie Stoffe und Schmuck wiedergibt. Man sieht es an den Perlen im Haar, am silbrig-fliederfarbenen Brokat, am edelsteinbesetzten Griff des Schwerts. Hinter Judith hält eine alte Magd die Schale mit dem Kopf des Holofernes und legt einen Finger an den Mund. Schon 1612 gehörte das Gemälde in Rom dem Kardinal Antonio Maria Salviati, bis 1693 gelangte es zu den Borghese. Derzeit ist es im Depot und nicht ausgestellt.

