
Jupiter und Juno
Details
Die Geschichte
Zwischen 1597 und 1600 malte Annibale Carracci an das Gewölbe der Galerie im römischen Palazzo Farnese die Liebschaften der Götter. Ein Feld zeigt Jupiter, der Juno an sich zieht, eine Szene aus dem 14. Gesang der Ilias, in dem die Göttin ihren Gatten verführt, um ihn vom Trojanischen Krieg abzulenken. Die kleine Holztafel überträgt das Fresko ins Format eines Kabinettbildes und fügt einiges hinzu. Neu sind das Fenster mit Blick aufs Meer und einen steilen Berg sowie zwei kleine Amoren, einer fliegt am Himmel, der andere sitzt mit einem Bogen auf dem Bett. Das Museum deutet sie als Eros und Anteros. Hinter der Göttin steht ihr Pfau, zu Jupiters Füßen sein Adler. Lange galt die Tafel als Werk Annibales selbst. Heute wird sie seinem Neffen Antonio Carracci zugeschrieben und um 1612 datiert, einige Forscher hielten sie allerdings für die Kopie eines anderen Malers.