
Anthony van Dyck · PD
Karl I. von England (1600-1649), Dreiviertelporträt
Details
Die Geschichte
Das Kunsthistorische Museum führt diese Leinwand unter dem Stichwort Werkstatt Anthonis van Dyck, entstanden um 1632. Van Dyck hatte sich in jenem Jahr in London niedergelassen, und der englische Hof brauchte Bildnisse seines Königs in Stückzahlen. Ein Herrscherporträt war damals Gebrauchsware. Fassungen gingen an Gesandte, an Verbündete, an treue Häuser, und ein gut ausgelastetes Atelier fertigte sie nach der Vorlage des Meisters, während dieser bereits das nächste Modell malte. Karl trägt den Stern des Hosenbandordens, die Hand liegt am Degen. Seit drei Jahren regierte er ohne Parlament, und dabei blieb es noch acht weitere Jahre. In der kaiserlichen Galerie in Wien ist das Bild seit 1816 nachweisbar. Derzeit hängt es auf Schloss Ambras bei Innsbruck, am anderen Ende des Landes.




