Werkstatt des Anthonis van Dyck
Spanische Niederlande · Barockmalerei
Die Geschichte
Am 22. März 1620 unterschrieb Rubens in Antwerpen einen Vertrag über 39 Deckenbilder für die dortige Jesuitenkirche. Er lieferte die Ölskizzen, gemalt wurde von Gehilfen, und ein Gehilfe ist im Vertrag namentlich genannt, ein 21-jähriger van Dyck. Die Formel über diesem Eintrag beschreibt die Stellung, die er selbst einmal innehatte.
Ein Werkstattbild entstand in den Räumen des Meisters, von Händen, die er ausgebildet hatte, und ging unter seinem Namen fort. So deckte eine gut gehende Werkstatt eine Nachfrage, der der Meister allein nicht nachkam. Ein Augenzeugenbericht über van Dycks Atelier ist erhalten, von Everhard Jabach, einem Kölner Bankier und Sammler, der ihm in den 1630er Jahren in London saß. Jedem Modell war eine Stunde zugemessen. Van Dyck legte die Haltung fest, notierte sich die Kleidung und gab die Leinwand an Gehilfen weiter, die sie weiterführten, und am Ende ging er das ganze Bild selbst durch.
Eine Leinwand unter dieser Bezeichnung, in der Palatina, ist eine Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, 195 Zentimeter breit, die Heilige Familie am Wegrand und daneben ein Reigen tanzender Engel. Sie wiederholt eine Komposition, die van Dyck um 1630 in Antwerpen entwickelte. Die bekannteste Fassung, die mit den Rebhühnern im Vordergrund und den Tieren von seinem Kollegen Paul de Vos, entstand für eine Antwerpener Junggesellensodalität der Jesuiten und ist heute in der Eremitage. Das Florentiner Bild trägt die Inventarnummer 437, und in seinem Eintrag steht keine einzelne Hand.
Werke
6 Werke
Karl I. von England (1600-1649), DreiviertelporträtWerkstatt des Anthonis van Dyck, 1632
Die CaritasWerkstatt des Anthonis van Dyck
Bildnis eines MannesWerkstatt des Anthonis van Dyck, 1630
Bildnis einer FrauWerkstatt des Anthonis van Dyck, 1630
Bildnis des Francisco de Moncada, Marqués de AytonaWerkstatt des Anthonis van Dyck, 1634
Rast auf der Flucht nach ÄgyptenWerkstatt des Anthonis van Dyck, 1630