
Caspar David Friedrich · PD
Kügelgens Grab
Details
Die Geschichte
Am Morgen des 27. März 1820 ging der Dresdner Bildnismaler Gerhard von Kügelgen hinaus, um nach dem Haus zu sehen, das man ihm am Rand der Stadt baute, und kehrte nicht zurück. Auf dem Weg war er von einem Soldaten beraubt und erschlagen worden, der bald darauf gefasst wurde. Kügelgen gehörte zu den engsten Freunden Caspar David Friedrichs, und die Nachricht erschütterte den kleinen Kreis Dresdner Künstler, dem beide angehörten. Friedrich antwortete darauf gleich zweifach. Er entwarf den Grabstein, der auf dem katholischen Friedhof in der Friedrichstadt aufgestellt wurde, und malte dann, 1821 und 1822, das Grab selbst als Trostbild für die Witwe, die die Stadt verließ. Das Friedhofstor liegt im Schatten des Vordergrunds, dahinter eine helle Landschaft, und die Birkenzweige neben dem Stein neigen sich nach oben, jenes Zeichen der Auferstehung, zu dem Friedrich immer wieder griff.




