
Édouard Vuillard · PD
L'Étang-la-Ville. Der Bahnhof
Details
Die Geschichte
Um 1900 verlässt Vuillard für den Sommer seine Pariser Interieurs und kommt nach L'Étang-la-Ville, ein Dorf westlich der Stadt am Rand des Waldes von Marly. Dort wohnt er bei seiner Schwester Marie und deren Mann, dem Maler Ker-Xavier Roussel, der sich im Ort niedergelassen hatte. Als Motiv wählt er den kleinen Bahnhof des Dorfes. Die Bahnlinie hatte den Ort erst 1884 erreicht, und gerade diese Verbindung nach Paris erlaubte es einer Familie von Stadtmalern, hier ein Haus zu führen und trotzdem rasch in die Stadt zurückzukehren. Auf einer kleinen Holztafel setzt Vuillard den Bahnhof und seine niedrigen Gebäude in breite, gedämpfte Farbflecken und richtet den Blick, den er sonst seinen Zimmern widmete, auf das offene Gelände.




