
Hans Holbein the Younger · PD
Lais von Korinth
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Die Geschichte
Um 1526 hatte die Reformation Basel erreicht, und ein Maler sah seinen Broterwerb versiegen, während sich die Reformatoren gegen religiöse Bilder wandten. In jenem Herbst nahm Holbein ein Empfehlungsschreiben des Erasmus mit und brach nach England auf. Kurz vor der Abreise malte er dies. Keine Heilige, sondern Lais von Korinth, die berühmte Kurtisane des antiken Griechenland, eine Hand offen auf dem Tisch, um den hohen Preis einzustreichen, für den sie bekannt war. Das Gesicht gehört einer Baslerin aus der Familie Offenburg, demselben Modell, das ihm auch für eine Venus diente. Die weiche Modellierung und die Geste der offenen Hand stammen unmittelbar aus der italienischen Malerei, die Holbein studiert hatte, und auf die steinerne Brüstung am unteren Rand setzte er die Jahreszahl 1526.




