
Peter Paul Rubens · PD
Beweinung Christi
Details
Die Geschichte
Rubens hat seine Bilder nur selten signiert, deshalb lohnt sich der Blick auf den Felsen ganz links. Dort steht, in den Stein gemalt, P.P. Rubens F. und die Jahreszahl 1614. Die Eichentafel ist klein, rund einen halben Meter breit, und war für die private Andacht bestimmt, nicht für eine Kirche. Der tote Christus, die Trauernden und die Dinge der Passion sind mit fast greifbarer Sorgfalt gemalt, damit der Betrachter, so das Museum, die Leidensgeschichte umso eindringlicher nachvollzieht. Keine 25 Jahre später war die Tafel in England, in der Sammlung von James Hamilton, einem schottischen Adligen und engen Berater König Karls I. Hamilton wurde im März 1649 enthauptet, wenige Wochen nach dem König. Seine Bilder wurden verkauft, und dieses erwarb Erzherzog Leopold Wilhelm, damals Statthalter der Spanischen Niederlande, dessen Sammlung später nach Wien kam.




