
Jusepe de Ribera · PD
Beweinung des toten Christus
Details
Die Geschichte
Ribera war Spanier, verbrachte aber seine ganze Laufbahn in Neapel, das damals zur spanischen Krone gehörte, und die Neapolitaner nannten ihn lo Spagnoletto, den kleinen Spanier. 1637 gab ihm der Prior Giovan Battista Pisante diese Leinwand für die Kartause San Martino in Auftrag, das Kartäuserkloster auf dem Hügel über der Stadt, und am 3. Oktober jenes Jahres wurden ihm 400 Dukaten gezahlt. Es ist das erste Werk, das Ribera für die Kartause ausführte, und es hängt noch immer dort. Der tote Christus liegt ausgestreckt im Vordergrund, ganz nah, die blutleere Haut hell gegen das Dunkel. Die Trauernden beugen sich über ihn, und die offene Handgebärde der Magdalena ist eine, zu der Ribera in diesen Jahren mehrfach zurückkehrte. Er gibt dem Schmerz keine feierliche Bühne: nur Körper und Schatten, dicht an die Bildfläche gedrängt.




