
Landschaft mit Paris und Oinone („Die Furt“)
Details
Die Geschichte
Im Oktober 1647 schrieb Claude auf die Rückseite einer Vorzeichnung zu diesem Bild eine Passage aus einem französischen Buch ab. Das Buch stammte von François du Souhait, einst Sekretär eines Herzogs von Lothringen, Claudes Heimat, und war als freie Nacherzählung der Trojageschichte 1614 erschienen. Darin ritzt Paris einen Schwur in eine Pappel am Fluss: Sollte er je leben können, ohne die Nymphe Oenone zu lieben, dann fließe der Xanthos zurück zu seiner Quelle. Das Paar sitzt rechts unten unter den Bäumen, und Oenone zeigt Paris seine eigenen Worte, noch bevor er sie für Helena verlässt. Claude vollendete das Bild 1648 als Gegenstück zum Hafen mit Odysseus und Chryseis, für denselben Sammler. Wegen der Herde, die durch den Fluss watet, heißt es auch „Die Furt“. Ein Restaurator fand 1964 Herde und Wasser so abgerieben, dass dort nur noch Reste der originalen Malerei übrig waren.




