
Landschaft mit Hirten
Details
Die Geschichte
Paul Bril und seine Werkstatt haben diese Landschaft um 1602 gemalt, und sie zerfällt in zwei Hälften. Auf der einen Seite steigt ein steiler Waldhang an, dessen Laub zwischen grellem Licht und tiefem Schatten wechselt. Auf der anderen öffnet sich das Land bis zu einer kleinen Kirche in der Sonne. Dazwischen stehen zwei Hirten auf einem Felsen und blicken in den dunklen Gewitterhimmel, unter ihnen Ziegen und Schafe. 1613 verfasste der Dichter Scipione Francucci ein langes Lobgedicht auf die Gemäldesammlung von Kardinal Scipione Borghese. Eine Stelle darin könnte dieses Bild meinen, das Museum hält die Zuordnung allerdings für unsicher. Eine Phantastische Landschaft derselben Sammlung hat genau dieselben Maße, 66 mal 90 Zentimeter, und war vielleicht ihr Gegenstück. Von beiden ist diese Leinwand die schwermütigere.