
Landschaft mit der Ermordung des heiligen Petrus Martyr
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Die Geschichte
Man muss genau hinsehen, um das Verbrechen in diesem Wald zu finden. Auf dem hellen, sandigen Weg unter hohen Bäumen reißt vorn ein Ordensbruder den Arm hoch, während ein Mann mit Klinge auf ihn zuläuft. Weiter oben steht ein zweiter Bewaffneter über einer knienden Gestalt. Gemeint ist der Dominikanerprediger Petrus von Verona. Am 6. April 1252 wanderte er von Como nach Mailand, als gedungene Mörder ihn und seinen Mitbruder Domenico im Wald bei Seveso überfielen. Der Legende nach tauchte er sterbend einen Finger in sein Blut und schrieb „Credo“, ich glaube, auf den Boden. Schon im Jahr darauf sprach Papst Innozenz IV. ihn heilig. Der Schreiber, der die Tafel 1693 ins Inventar der Borghese aufnahm, nannte keinen Heiligen. Er notierte nur eine Landschaft mit zwei Männern, die mit Schwertern auf zwei Ordensbrüder losgehen.




