
Die letzte Ölung
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Die Geschichte
Erst 2023 kam diese Tafel als Legat ins Belvedere. Seit 1877 war sie durch Wiener Privatbesitz gewandert, unter anderem zu Baronin Sina aus der Bankiersfamilie und zu den Grafen Wimpffen.
Das Bild zeigt einen Versehgang. Der Priester in Chorrock und goldener Stola hat ein Presshaus erreicht und steht mit dem verhüllten Gefäß des Allerheiligsten vor der Tür zu einer dunklen Kammer, durch die ein Bub schon hindurchgeht. Im ländlichen Österreich der 1840er-Jahre ging dem Priester auf dem Weg zu einem Sterbenden ein Ministrant mit Licht und Glöckchen voraus, und wer das Läuten hörte, kniete nieder. So knien auch die Angehörigen auf dem Steinboden. Eine junge Frau blickt nach oben, ein alter Mann beugt sich mit erhobenem Finger über sie, ein kleines Mädchen faltet die Hände.




