
Lot und seine Töchter
Details
Die Geschichte
Die Geschichte steht in der Genesis. Gott vernichtet die sündigen Städte Sodom und Gomorra mit Feuer, Lot entkommt mit seinen beiden Töchtern, und seine Frau, die sich umdreht, erstarrt zur Salzsäule. All das rückt Cranach in die Ferne. Dort brennt die Stadt unter einem finsteren Himmel, auf dem Weg darunter eilt die kleine Familie davon, und hinter ihr steht still eine weiße Gestalt.
Im Vordergrund folgt, was danach geschah. Versteckt im Gebirge und im Glauben, es gebe keinen Mann mehr, von dem sie Kinder bekommen könnten, machen die Töchter ihren Vater betrunken und legen sich zu ihm. Cranach kleidet sie wie junge Hofdamen des Jahres 1528, in Samtkleider mit goldbestickten Ärmeln und Ketten aus roter Koralle. Die eine gießt Wein aus einer Flasche in die goldene Schale in Lots Händen, die andere schmiegt sich an seine Schulter. Das Bild gehörte Erzherzog Leopold Wilhelm, kam in den 1770er-Jahren aus der kaiserlichen Sammlung an das Wiener Schottenstift und wurde 1963 zurückerworben.




