
Ludwig XIII. erzwingt den Pass von Susa
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Die Geschichte
Anfang März 1629, wenige Monate nach dem Fall von La Rochelle, stand Ludwig XIII. mit seinem Heer in den Alpen. Herzog Karl Emanuel I. von Savoyen hatte das enge Tal vor Susa verbarrikadiert und mit eigenen Soldaten, kaiserlichen Truppen und Schweizern besetzt. Die Franzosen erzwangen den Durchbruch. Der König war unterwegs, um Casale im Montferrat zu entsetzen, das die Spanier im Mantuanischen Erbfolgekrieg belagerten, in dem Frankreich einen der Thronanwärter unterstützte.
Claude malte das Geschehen auf ein Kupferoval von etwa 41 Zentimetern Breite, als Gegenstück zu seiner Belagerung von La Rochelle. Die Stadt Susa liegt im Mittelgrund. Vorn stehen Soldaten in kleinen Gruppen beisammen und reden, und der Louvre erkennt darin einen Nachklang der Bamboccianti, jener Maler des Straßenlebens, die damals in Rom arbeiteten. Claude signierte mit seinem Namen und Romae, gefolgt von einer Jahreszahl, die mit 163 beginnt und kaum noch lesbar ist.
Ludwig XIV. ließ die beiden Ovale in den Privaträumen seines Petit Appartement in Versailles aufhängen, im Muschelkabinett, dem Cabinet des Coquilles, und im benachbarten Gemäldekabinett.




