Madame René de Gas

Edgar Degas · PD

Madame René de Gas


Details

Künstler
Edgar Degas
Jahr
1872
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
72,9 × 92 cm

Die Geschichte

Estelle Musson sitzt auf einem hellen Sofa vor einer rosafarbenen Wand, die Hände im Schoß, den Blick zur Seite gewandt, ohne etwas Bestimmtes anzusehen. Degas hat ihr nichts in die Hand gegeben und nichts neben sie gestellt, und die Farben bleiben fast ganz bei Grau und gedämpftem Rosa. Die National Gallery of Art in Washington liest diese weiche, unscharfe Malerei als Rücksicht auf die Augen der Dargestellten. Als der Maler im Winter 1872/73 bei der Familie seiner Mutter in New Orleans wohnte, war seine Cousine beinahe erblindet. Sie war zugleich seine Schwägerin, denn sie hatte seinen jüngeren Bruder René geheiratet, und sie erwartete ein Kind. Ihr erster Mann, ein Neffe des Konföderiertenpräsidenten Jefferson Davis, war 1862 im Amerikanischen Bürgerkrieg in der Schlacht von Corinth gefallen. Degas selbst hatte im Jahr zuvor gemerkt, dass seine eigenen Augen nachließen. Das Bild blieb bei ihm, bis es 1918 mit seinem Ateliernachlass in Paris versteigert wurde.

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