
Pierre-Auguste Renoir · PD
Mademoiselle Sicot
Details
Die Geschichte
Wer Mademoiselle Sicot war, verrät der Katalogeintrag der National Gallery in Washington kaum. Festgehalten ist nur, dass sie das Bildnis 1865 selbst in Auftrag gab, bei dem damals 24-jährigen Renoir. Sie sitzt in einem fliederfarbenen Kleid mit breitem schwarzem Gürtel und goldener Schnalle auf einem grünen Stuhl, einen schwarzen Spitzenschal über dem Schoß. Später ging das Bild als Geschenk an Aline Ménard-Dorian, eine Pariser Gastgeberin, deren Tochter einen Enkel Victor Hugos heiratete. Nach ihrem Tod kam es am 2. Dezember 1929 in der Pariser Galerie Georges Petit unter den Hammer, gut fünf Wochen nach dem New Yorker Börsenkrach. 1930 erwarb es der New Yorker Finanzier Chester Dale, der mitten in der Weltwirtschaftskrise weiter französische Malerei kaufte. Signatur und Jahreszahl hat Renoir rechts an den Saum ihres Rocks gesetzt.




