
Giovanni Bellini · PD
Maria mit segnendem Jesuskind
Details
Die Geschichte
Dieses Andachtsbild hing nicht in einer Kirche, sondern in einem Amt. Es stammt aus der Magistratur des Monte Nuovissimo im Palazzo dei Camerlenghi am Rialto, wo die Beamten der Republik die Staatsschuld verwalteten. Bellini malte es früh, in Tempera auf Holz, nach dem byzantinischen Typus der Hodegetria, der Wegweiserin. In Venedig heißt es die Madonna des Daumens, weil das Kind mit der Linken den Daumen der Mutter umfasst, während es die Rechte zum Segen hebt und drei Finger streckt, ein Zeichen der Dreifaltigkeit. Die Zeichnung ist noch hart, nah an Mantegna und an dem, was Donatello in Padua hinterlassen hatte. Die Malschicht hat gelitten, vor allem in den Inkarnaten. Restauriert wurde die Tafel 1938 und noch einmal 2000.




