
Maria mit Kind, dem hl. Franziskus, dem Stifter Fra Jacopo da Montefalco und dem hl. Bernhardin von Siena
Details
Die Geschichte
Der hagere alte Mönch, der rechts kniet, ist Bernhardin von Siena. Er starb 1444 und wurde schon 1450 heiliggesprochen, nur sechs Jahre später. Als Benozzo Gozzoli diese kleine Tafel um 1452 malte, war der Heiligenschein um seinen Kopf also noch ganz neu.
Gozzoli arbeitete damals in Montefalco, einem Bergstädtchen in Umbrien, für die dortigen Franziskaner, und beide Heiligen gehören diesem Orden an. Links kniet Franziskus mit geöffneten Händen, und dicht an ihn gedrängt, viel kleiner, der Stifter des Bildes, der Mönch Jacopo da Montefalco. Maria sitzt auf einer blühenden Wiese vor einem gemusterten Ehrentuch, das zwei rot gekleidete Engel halten, die Hände über der Brust gekreuzt, das Kind liegt auf ihrem Schoß. Dieselben drei Figuren, Maria, Franziskus und Bernhardin, malte Gozzoli im Fresko über dem Portal der Klosterkirche San Fortunato bei Montefalco. Die Tafel ist nur etwa einen halben Meter breit und kam 1872 nach Wien.

