
Madonna mit Kind und den Heiligen Petronius und Johannes dem Evangelisten
Details
Die Geschichte
Am 14. Dezember 1625 bestellte die Erzbruderschaft der Bolognesen in Rom, die Vereinigung der in der Stadt lebenden Bologneser, dieses Altarbild für den Hochaltar ihrer Kirche, die Johannes dem Evangelisten und dem heiligen Petronius geweiht ist. Domenichino, selbst gebürtiger Bologneser, hatte sich eigens dafür angeboten und 200 Scudi akzeptiert. Zum Fest des Evangelisten Johannes Ende 1629 stand das Bild auf einem neuen Marmoraltar.
Alles darin spricht von Bologna. Maria und das Kind thronen auf einem hohen Sockel mit dem Wappen der Stadt und wenden sich dem heiligen Petronius zu, dem Stadtpatron, der rechts steht, während Johannes kniet und zum Himmel aufblickt. Um den Thron spielen Engel Harfe, Zink, Violine und Gambe, so genau gemalt, dass man die Instrumente als echte erkennt. Zusammen ergeben sie eine Triosonate, eine damals neue Gattung der Instrumentalmusik mit zwei Solostimmen über einem Bass, in Mode in Italien und besonders in Bologna. Der Bologneser Biograf Carlo Cesare Malvasia schrieb, Domenichino habe die Musik von Grund auf verstanden. Der Bildhauer Alessandro Algardi, auch er ein Bologneser in Rom, bewunderte den Ausdruck der Engel, fragte aber, was sie mit dem Thema zu tun hätten.




