
Raphael · PD
Madonna der göttlichen Liebe
Details
Die Geschichte
Um 1516 war Raffael der gefragteste Künstler Roms, führte eine große Werkstatt und jonglierte die größten Aufträge des Papstes. Ein privates Andachtsbild wie dieses entwarf er selbst, ausgeführt aber wurde es großenteils von Gehilfen. Giorgio Vasari pries es Mitte des 16. Jahrhunderts noch als reine Raffael-Arbeit, und lange blieb das so. Im 19. Jahrhundert sahen Kunsthistoriker genauer hin. Erfindung und Aufbau gaben sie weiter Raffael, die Ausführung zunehmend der Werkstatt, allen voran dem begabten Schüler Giulio Romano. Entschieden ist der Streit bis heute nicht. Die Szene selbst ist still und häuslich: Maria hält das Christuskind, das sich zum kleinen Johannes dem Täufer neigt, um ihn zu segnen, daneben die heilige Elisabeth, im Schatten Josef. Über die Farnese-Sammlung kam das Bild schließlich nach Neapel.




