Die meditierende Magdalena

Die meditierende Magdalena


Details

Jahr
1618
Technik
Öl

Die Geschichte

Eine Frau kniet, einen Totenschädel in der einen Hand, die Stirn in die andere gestützt. Um sie herum liegen ein aufgeschlagenes Buch, Pinsel, eine kleine antike Statue, eine Sanduhr, ein Himmelsglobus, ein Hund. Fetti malte das Bild um 1618, und fast jeder dieser Gegenstände stammt direkt aus Albrecht Dürers Kupferstich der Melancholie, gut ein Jahrhundert früher, von 1514. Bei Dürer war es die ruhelose Schwermut des gelehrten Geistes, umgeben von den Werkzeugen eines Wissens, das ihm keine Freude mehr macht. Fetti behält die Requisiten und dreht ihren Sinn um: Bücher und Instrumente beiseitelegen und sich dem Gebet zuwenden. Lange galt die Gestalt als büßende Magdalena, in Wahrheit ist sie eine Allegorie der Meditation. An der bröckelnden Wand hinter ihr rankt ein Weinstock, das alte Bild Christi als wahrer Weinstock.

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