
Mann in orientalischer Kleidung
Details
Die Geschichte
Frans van Mieris hat diese kleine Holztafel oben links signiert und 1665 datiert. Sie ist etwa 15 Zentimeter hoch. Der Mann trägt einen roten Samtturban mit gelber Feder und ein glänzendes orangefarbenes Gewand, das exotische Kostüm, das Leidener Maler für Einzelfiguren liebten, und niemand hat ihm bisher einen Namen geben können.
Seine Geschichte im 20. Jahrhundert steht in den Unterlagen des Museums. Von 1936 bis 1940 war es in der Galerie Katz in Dieren. 1940 gelangte es über die Firma Goudstikker, die inzwischen der deutsche Bankier Alois Miedl führte, in die Reichskanzlei in Berlin. Nach dem Krieg kam es in die Niederlande zurück und wurde Teil der NK-Sammlung, der Werke, die der niederländische Staat aus Deutschland zurückgeholt hatte. Dort galt es eine Zeit lang als Arbeit von Arie de Vois, einem anderen Leidener Maler. Ab 1977 war es dem Mauritshuis geliehen, 2010 wurde es ihm übertragen. Heute gehört es dem Mauritshuis und hängt in der Galerie Prinz Willem V.



