
Markgraf Casimir von Brandenburg-Kulmbach
Details
Die Geschichte
Als Cranach ihn 1522 malte, war Markgraf Kasimir von Brandenburg-Kulmbach, ein fränkischer Hohenzoller, um die 40 und hatte bereits den eigenen Vater entmachtet. 1515 setzten er und sein Bruder Georg den Markgrafen Friedrich ab, dessen aufwendige Hofhaltung das Land verschuldet hatte, und sperrten ihn in eine Turmstube der Plassenburg über Kulmbach. Dort blieb der Alte 12 Jahre. Kasimir hielt an der alten Kirche und an den Habsburgern fest, während sein Bruder sich der Reformation anschloss. Drei Jahre nach diesem Bildnis, im Bauernkrieg von 1525, schlug er den Aufstand in Franken so grausam nieder, dass man ihn den Bluthund nannte. In Kitzingen ließ er nach zugesagter Gnade 58 Bürger blenden. Er starb 1527 in Ofen an der Ruhr, auf einem Feldzug in Ungarn für Erzherzog Ferdinand. Auf manchen Fassungen dieses Bildnisses trägt er die Kette des Schwanenordens, des Hausordens seiner Familie. Die Wiener Tafel, die als Cranachs Original gilt, zeigt ihn ohne sie.




