
Frans Francken the Younger · CC-BY-SA-3.0
Die Fortuna des Meeres
Details
Die Geschichte
Horaz hat in einer seiner Oden Fortuna als Herrin des Meeres angerufen. Diese Seefortuna malte Frans Francken um 1615 bis 1620 in Antwerpen, einer Stadt, deren Kaufleute vom Seehandel lebten. Sie steht auf einer Weltkugel über einem steinernen Sockel und hält ein Segel hoch, das der Wind bläht, denn auf dem Wasser wechselt das Glück so schnell wie das Wetter. Aus ihrer Hand fallen Gaben und Unheil zugleich auf die Menge. Manche strecken die Arme danach aus, andere liegen schon am Boden, und im Hintergrund lodern Brände unter einem Gewitterhimmel. Die Tafel gehörte vor 1709 Ludwig XIV. und hing damals in seinem Schloss Marly. Von 1821 an war sie im Schloss Compiègne deponiert, erst 1977 kehrte sie in den Louvre zurück.




