
Jusepe de Ribera · PD
Das Martyrium des heiligen Bartholomäus
Details
Die Geschichte
Um 1644 lebte Jusepe de Ribera bereits über 20 Jahre in Neapel, das damals zur spanischen Krone gehörte, wo man ihn lo Spagnoletto nannte, den kleinen Spanier. Kein Maler des Jahrhunderts kehrte so oft zu dieser Szene zurück wie er, der Schindung des Apostels Bartholomäus, von der mehr als ein Dutzend Fassungen bekannt sind. Hier ist der Heilige nackt und gefesselt, während ein massiger Henker mit halbem Lächeln zum Messer greift. Am Boden liegt eine zerbrochene antike Statue, ein Hinweis darauf, dass Riberas Neapel diesen christlichen Tod durch die alte Fabel des Marsyas las, des Satyrs, der bei lebendigem Leib geschunden wurde, weil er einen Gott herausgefordert hatte. Das Licht fällt hart und nah, wie in der von Caravaggio geprägten Welt, in der Ribera aufgewachsen war.




