Maria Magdalena

Maria Magdalena


Details

Künstler
Jan Gossaert
Jahr
1527
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
49,53 × 39,37 cm

Die Geschichte

Als diese Tafel im März 1918 in Paris versteigert wurde, führte der Katalog sie als Bildnis einer Frau und schrieb sie Bernard van Orley zu, dem Hofmaler Margaretes von Österreich, der Statthalterin der Niederlande in Brüssel. Im Katalog ist ein Preis von 11.000 Francs vermerkt, doch die Tafel blieb offenbar im Besitz der Erben des Pariser Sammlers Lucien Claude-Lafontaine, die sie 1962 erneut zur Auktion gaben.

Der Irrtum ist verständlich. In den 1520er-Jahren entstanden in den Niederlanden zahllose Halbfiguren der Magdalena, gekleidet wie vornehme Damen bei Hof. Gossaert malte die seine gegen Ende dieses Jahrzehnts, in prächtigem Gewand und reich mit Schmuck behängt. Gezeigt ist sie vor ihrer Bekehrung, im Putz, dem sie bald entsagen wird. Erkennbar wird sie erst an dem vergoldeten Gefäß in ihren Händen, dem Salbgefäß, mit dem sie Christus die Füße salben wird. Das Museum weist darauf hin, dass Gossaert ihm die Form einer antiken Urne gab.

Der Sammler William A. Coolidge aus Massachusetts kaufte die Tafel 1963 bei einem New Yorker Händler und schenkte sie 1991 dem Museum.

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