Maria Magdalena mit einem Schädel

Artemisia Gentileschi · PD

Maria Magdalena mit einem Schädel


Details

Jahr
1631
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
65,7 × 50,8 cm

Die Geschichte

Einzelbilder der büßenden Magdalena gehörten im Italien des 17. Jahrhunderts zu den meistbestellten Motiven. Guido Reni und seine Werkstatt sollen an die 15 davon geliefert haben, über 20 werden Guercino zugeschrieben. Auch die Anlage dieses Bildes ist nicht neu erfunden. Sie folgt einer Komposition, die Cigoli um 1610 in Rom gemalt hatte, bis hin zum Schädel unten rechts.

Der Name Artemisia Gentileschi kam erst spät dazu. Die Leinwand tauchte Mitte der 1970er Jahre in einer Auktion in Los Angeles auf, wurde in den 1980er Jahren von dem Kunsthistoriker Burton Fredericksen als ihr Werk erkannt und 1999 in Ward Bissells Werkverzeichnis erstmals unter ihrem Namen veröffentlicht. Sie ist in Privatbesitz, und wo sie heute hängt, ist nicht bekannt. Auch die Datierung schwankt um rund 15 Jahre. Bissell setzte das Bild in die Florentiner Jahre, in die 1610er. Der Katalog der großen Gentileschi-Ausstellung von 2001 plädiert dagegen für die Zeit um 1630 bis 1632, kurz nach ihrem Umzug nach Neapel. Eine Hand liegt auf der Brust, die andere auf dem Schädel, die beiden Hälften der Heiligenlegende zugleich.

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