
Mutter kämmt ihrem Kind die Haare, genannt 'Die Lausesuche'
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Die Geschichte
Eine Mutter sitzt auf einem Binsenstuhl und fährt ihrem kleinen Sohn Strähne für Strähne durchs Haar. Sie sucht Läuse. Gerard ter Borch malte die Szene um 1652 oder 1653, und für holländische Käufer jener Jahre steckte darin wohl eine kleine Lehre. Ein sauberer Kopf galt als Zeichen eines reinen Charakters, der Läusekamm als Sinnbild eines ordentlichen Haushalts, wie ihn eine gute Hausfrau zu führen hatte. Der Junge hält still und schaut zu ihr hinauf, während sie in ihrer pelzbesetzten Jacke ganz bei der Sache ist. Fast das ganze 19. Jahrhundert hindurch gehörte die kleine Holztafel der Haager Sammlerfamilie Steengracht. Als deren Bilder 1913 in Paris versteigert wurden, kaufte man sie mit Unterstützung der Vereniging Rembrandt, eines niederländischen Kunstfördervereins, und so kehrte sie endgültig nach Den Haag zurück.




