
Wassily Kandinsky · PD
München-Schwabing mit der Kirche St. Ursula
Details
Die Geschichte
Kandinsky hat später beschrieben, wie er bei solchen Studien vorging. Er habe wenig an Häuser und Bäume gedacht, mit dem Spachtel farbige Streifen und Flecken aufgetragen und sie so stark singen lassen, wie er nur konnte. Hier, im Herbst 1908, singen sie lauter als je zuvor. Nach Jahren unsteten Reisens waren er und Gabriele Münter im September in eine gemeinsame Wohnung in Schwabing gezogen, und dieses Bild vom Rand des alten München gehört zu den ersten der neuen Zeit. Das Lenbachhaus nennt es München – Vor der Stadt. In lebhaften Wellenlinien aus Königsblau, Grün, Gelb und Rot baut es sich von unten auf, das tiefste Blau sammelt sich im Himmel. Den wilden Farbauftrag der Fauves kannte Kandinsky vor allem durch Alexej Jawlensky, mit dem er im Sommer in Murnau gemalt hatte. Signiert ist der Karton links unten, Kandinsky 1908.




